Erasmus+ an der Gesamtschule Brühl

"The Image of the EU in the Post-truth Era"

Am 01. Dezember 2017 haben wir mit einem neuen Erasmus+ Projekt zu diesem Thema begonnen.

Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit unseren Partnerschulen in Spanien, der Schweiz und Kroatien.

ERASMUS+ PROJEKT IN DEN JAHREN 2017-2019

Wir freuen uns, dass wir in den nächsten zwei Jahren erneut ein von der EU gefördertes Erasmus+ Projekt durchführen können.

 

Das Thema unseres Projektes lautet

“The Image of the EU in the Post-truth Era“

 

Wir werden das Projekt gemeinsam mit unseren Partnerschulen durchführen. Folgende Schulen sind beteiligt:

  • Gesamtschule der Stadt Brühl – Deutschland
  • IES Binissalem, Binissalem - Spanien/Mallorca
  • Gimazija Vladimira Nazora, Zadar - Kroatien
  • Kantonsschule Musegg, Luzern - Schweiz

 

Von unserer Schule nehmen 20 Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgängen neun und zehn am Projekt teil. Das Projekt ist eine außergewöhnliche Gelegenheit, über zwei Jahre mit einer festen internationalen Arbeitsgruppe ein Projekt durchzuführen. Es bietet die Möglichkeit, Jugendliche aus verschiedenen Ländern kennenzulernen, internationale Kontakte zu knüpfen, Sprachkenntnisse auszubauen und Kenntnisse in den Bereichen Politik und Medien zu erwerben.

 

Konkret geht es um den Erwerb von Medienkompetenz im sogenannten postfaktischen Zeitalter. Thematisch wird dies an die Darstellung der EU in den Medien angebunden. Dabei wird es interessant sein, die Medien in den beteiligten Ländern zu vergleichen, aber auch internationale englischsprachige Presse sowie die englischen Ausgaben nationaler Zeitungen zu betrachten, um so auch unterschiedliche Perspektiven auf die EU herauszuarbeiten. Dies wird insbesondere zu Ende des Projektes, wenn die Europawahlen bevorstehen, sehr interessant sein. Dabei soll eine kritische, aber faktenbasierte Auseinandersetzung mit der EU gefördert werden. Da neben der kritischen Analyse auch die eigene Gestaltung von Medien zur Medienkompetenz gehört, soll im Vorfeld der Europawahlen als Ergebnis des Projektes ein eigener Beitrag zur Darstellung der EU geleistet werden. So sollen am Ende der zwei Jahre eine gemeinsame webbasierte internationale Zeitung sowie eine eigene Facebook-Seite zur Europawahl 2019 entstehen. Die Arbeitssprache während der gesamten Projektarbeit ist Englisch.

 

Eine ausführlichere Projektbeschreibung auf Englisch finden Sie hier.

 

Um gemeinsam am Projekt zu arbeiten, findet regelmäßig am Montag in der Mittagspause eine verpflichtende AG statt. Die Teilnahme am Projekt wird über den international anerkannten „EUROPASS Mobilität“ zertifiziert.

 

Die Schülerinnen und Schüler werden an vier internationalen Projekttreffen in Deutschland und den Partnerländern teilnehmen. Die anfallenden Kosten sind im Wesentlichen über die EU-Fördergelder gedeckt. Das erste Treffen hat vom 11. bis zum 17. März 2018 in Brühl stattgefunden.

 

Weitere Informationen zum Erasmus+ Programm der EU finden Sie hier.

 

Klaus Sautmann (Europakoordinator)

 

Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.

 

Erasmus+ Projekt - Erstes Treffen in Brühl vom 11.-17.03.2018

Am Freitag um 18.00 Uhr ist zu ungewohnter Zeit im Musikraum der Gesamtschule Brühl viel los. Es beginnt die Abschlusspräsentation der Projekttage, an denen 68 Schülerinnen und Schüler aus Brühl sowie aus unseren Partnerschulen aus der Schweiz, Spanien und Kroatien in international gemischten Gruppen zum Thema “The Image of the EU in the Post-truth Era“ gearbeitet haben.

 

Das Projekt wird von der Europäischen Union finanziert und bietet uns die Möglichkeit, über zwei Jahre mit allen Partnern am Thema zu arbeiten. Es geht um den Erwerb von Medienkompetenz in Zeiten von „Fake News“. Die Schülerinnen und Schüler sollen lernen, wie die EU funktioniert, um dann im Vorfeld der Europawahlen im Jahr 2019 Nachrichten über die EU kritisch zu prüfen und eigene Nachrichten für einen internationalen Blog zu erstellen.

 

Beim ersten Treffen hier bei uns in Brühl haben sie in Workshops und bei einem Besuch in Brüssel die Geschichte und die Strukturen der EU kennen gelernt. Ebenfalls in Workshops und durch Besuche beim Kölner Stadt-Anzeiger, beim WDR, bei RTL und beim Deutschlandradio haben sie gelernt, wie eine professionelle Recherche gemacht wird.

 

Beim nächsten Treffen auf Mallorca im November wird der Schwerpunkt auf den sozialen Medien liegen.

 

Schon in dieser ersten Woche wurden erste Freundschaften geschlossen. Die Schülerinnen und Schüler freuen sich auf die weitere Zusammenarbeit in den nächsten zwei Jahren.

 

Hier finden Sie zwei Artikel aus dem Kölner Stadt-Anzeiger sowie aus dem Brühler Schlossboten zu unserem Projekt.

 

Klaus Sautmann (Europakoordinator)

 

Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.

 

 

Start unseres neuen Erasmus+ Projektes am 01.12.2017

Zum Auftakt unseres neuen Erasmus+ Projektes nahmen am 01. und 02.12. acht Schülerinnen und Schüler aus den Klassen neun und zehn sowie Herr Sautmann als Erasmuskoordinator an einem Seminar zum Thema „Faktencheck: Was ist eine sichere Information im Netz“ teil.

 

Dieses Seminar passte hervorragend zum Thema unseres neuen Projektes “The Image of the EU in the Post-truth Era“.

 

In unserem neuen Projekt geht es um den Erwerb von Medienkompetenz im sogenannten postfaktischen Zeitalter. Thematisch wird dies an die Darstellung der EU in den Medien angebunden. In den nächsten zwei Jahren werden wir gemeinsam mit unseren Partnerschulen aus Spanien, Kroatien und der Schweiz an diesem Thema arbeiten.

 

Das Wort "postfaktisch“ wurde von der Gesellschaft für deutsche Sprache zum Wort des Jahres 2016 gekürt. Spätestens seit dem Brexit und der US-Präsidentenwahl sei deutlich geworden, dass es in politischen und gesellschaftlichen Diskussionen zunehmend um Emotionen anstelle von Fakten gehe, hieß es in der Begründung der Philologen. Immer größere Bevölkerungsschichten seien aus Widerwillen gegen "die da oben" bereit, Tatsachen zu ignorieren und sogar offensichtliche Lügen zu akzeptieren. Insofern stehe das Wort für einen tief greifenden politischen Wandel.

 

Unser Projekt hat daher das Ziel, die Fähigkeiten und Kompetenzen von Jugendlichen zu stärken, um kritisches Denken und Urteilsvermögen zu entwickeln, sodass sie speziell im Zusammenhang mit der Nutzung des Internets und sozialer Netzwerke in der Lage sind, Realitäten zu begreifen, Fakten von Meinungen zu unterscheiden und Propaganda zu erkennen.

 

Das Seminar der Friederich-Ebert-Stiftung bot in diesem Zusammenhang viele interessante Einblicke. Das lag insbesondere an der herausragenden Kompetenz des Seminarleiters, Albrecht Ude, der als freier Journalist unter anderem für DIE ZEIT schreibt, aber auch Vorstandsmitglied im Netzwerk Recherche ist. So erfuhren wir, wie man Inhalte aus dem Netz prüft, welche Quellen nutzbar und verlässlich sind und woran sich falsche Meldungen und Bilder erkennen lassen.

 

Mit diesem Einstieg werden wir motiviert in die kommende Projektarbeit starten.

 

Wenn Sie mehr über unser Projekt erfahren möchten, finden Sie hier eine ausführlichere Projektbeschreibung.

 

Klaus Sautmann

 

Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.

 

ERASMUS+ PROJEKT IN DEN JAHREN 2014 BIS 2016

Development and Cooperation. How to manage a Development Aid Project?

Unter diesem Titel führte die Gesamtschule der Stadt Brühl/Europaschule in NRW von 2014 bis 2016 zusammen mit Schulen in Binissalem/Spanien, Kunice/Polen und Luzern/Schweiz ein von der EU finanziertes Erasmus+-Projekt durch.

 

Unser Projekt wurde von der Kultusministerkonferenz und dem PAD mit dem Erasmus+ Qualitätssiegel als ein Beispiel guter Praxis ausgezeichnet.

Urkunde

 

Genauere Informationen, Projektergebnisse und Fotos gibt es auf der

Projekt-Website

 

In einem früheren COMENIUS-Projekt zum Thema „Migration in der EU“ wurde den Schülerinnen und Schülern (im Folgenden SuS) deutlich, dass ein wichtiger Grund für die Migration die Armut in Entwicklungsländern ist. In diesem Projekt haben die SuS sich daher mit dem politischen und wirtschaftlichen Kontext der Armut auseinandergesetzt, speziell im Hinblick auf die europäische Kolonialgeschichte und die Geschichte der teilnehmenden Länder. Zusätzlich haben wir uns mit Maßnahmen der EU zur nachhaltigen Bekämpfung von Armut sowie mit der gemeinsamen EU Entwicklungspolitik beschäftigt.

Zudem sind in unserer globalisierten Welt die Jugendlichen beim Eintritt ins Berufsleben gefordert, auf internationaler Ebene zusammenzuarbeiten. Dazu sind unternehmerische, interkulturelle, sprachliche und IT-Kompetenzen erforderlich. Die SuS haben während des Projekts über einen längeren Zeitraum am Erwerb bzw. der Vertiefung der genannten Kompetenzen gearbeitet. Die internationale Anlage des Projekts hat dies erheblich gefördert.

Dieses Projekt

  • sollte von SuS und LehrerInnen aus den beteiligten Ländern realisiert werden
  • hatte zum Ziel, den SuS nachhaltig Erfahrungen in verantwortungsbewusstem Projektmanagement und Wirtschaften unter Berücksichtigung ethischer Maßstäbe zu vermitteln
  • sollte die SuS beim Erwerb und der Entwicklung transversaler Kompetenzen unterstützen
  • sollte Organisationen aus der Entwicklungshilfe sowie Partner vor Ort einbeziehen
  • sollte auch nach den zwei Projektjahren als AG an den beteiligten Schulen mit einer gemeinsamen Management-Struktur weitergeführt werden und Teil der jeweiligen Schulprogramme sein

 

Die vier beteiligten Schulen haben langjährige Erfahrung in europäischer Zusammenarbeit und haben in früheren COMENIUS-Projekten sowie Austauschmaßnahmen zusammengearbeitet. Sie fühlen sich der Förderung der IT-Kenntnisse der SuS verpflichtet und bieten alle bilinguale Module oder Zweige für ihre SuS an.

Die SuS haben während der Projektlaufzeit die verschiedenen Aspekte der Entwicklungszusammenarbeit kennengelernt. Dazu trafen sie sich viermal in den beteiligten Ländern zu einer gemeinsamen Arbeitswoche. Ihnen wurde klar, dass neben vielen anderen Aspekten fairer Handel eine wichtige Voraussetzung zur Verringerung der Armut in Entwicklungsländern darstellt (Treffen in Brühl). Die Grundlagen des Projektmanagements und des Aufbaus einer Firma wurden erarbeitet (Treffen in Binissalem und in Kunice). Zudem haben sie Kriterien für gute Entwicklungsarbeit entwickelt und sich dann für ein gemeinsames Projekt entschieden (Vermarktung von fair gehandelten Shirts aus Biobaumwolle), nachdem zuvor von jeder beteiligten Schule in Binissalem eine Projektidee vorgestellt worden war. In Kunice wurde über die Designs entschieden, die gemeinsam produziert und verkauft werden sollten, nachdem zuvor an allen Schulen ein Design-Wettbewerb durchgeführt worden war. Zudem wurde eine gemeinsame „Firmenstruktur“ und Vermarktungsstrategie entwickelt, wobei nur in Deutschland die offizielle Gründung einer Schülerfirma möglich ist. Nach dem Treffen in Polen wurden die ersten Shirts verkauft und nach einer kritischen Evaluation in Luzern wurden die Vermarktungsstrategien länderspezifisch angepasst.

Hier finden Sie einen Artikel aus dem KSTA zu unserem Projekttreffen in Brühl

 

Das Projekt hat bei SuS und LehrerInnen interdisziplinäres Denken, Kreativität und Innovation sowie Unternehmergeist gefördert. Die SuS haben Kenntnisse im internationalen Projektmanagement erworben und erfahren, dass unternehmerisches Handeln unter Beachtung ethischer Werte möglich und sinnvoll ist. Durch die Kooperation in internationalen Gruppen wurden interkulturelle und fremdsprachliche Kompetenzen in realistischen Lern- und Arbeitssituationen erworben und vertieft. So konnten die Motivation und das Selbstbewusstsein gestärkt werden, in internationalen Gruppen als Modell für ihr späteres Berufsleben zusammenzuarbeiten. Das Projekt stellte zudem eine Ergänzung zu den bilingualen Angeboten der Partnerschulen dar.

 

Das herausragende und wichtigste Ergebnis ist die Gründung einer internationalen Schülerfirma. Ein Fairtrade-Projekt zum Verkauf von Fairtrade-T-Shirts aus Biobaumwolle mit eigenen Designs konnte in Zusammenarbeit mit der Firma 3Freunde aus Deutschland realisiert werden. Die SuS haben zu diesem Zweck eine gemeinsame Schülerfirma gegründet, um die Shirts zu vermarkten. Dazu ist in allen Schulen für die Zeit nach Projektende eine von LehrerInnen aus dem Projekt betreute AG hervorgegangen, in der das Projekt dauerhaft weitergeführt wird.

Hier finden Sie einen Artikel aus dem KSTA zu unserer Schülerfirma

 

Es ist uns gelungen, bei den SuS eine gemeinsame Verantwortung als Bürger Europas im Kampf gegen die Armut in der Welt zu entwickeln und zu stärken. Zudem wurde im Rahmen dieser europäischen Zusammenarbeit eine positive Wahrnehmung der europäischen Idee erreicht.

 

Im Mai 2017 wurde unsere Schülerfirma mit dem Agenda-Preis der Stadt Brühl ausgezeichnet.

Urkunde

 

Klaus Sautmann (Europakoordinator)