Unsere Schule erneuert Fairtrade-School-Titel
Die Gesamtschule Brühl ist erneut als Fairtrade-School zertifiziert worden. Damit wurde das Engagement für fairen Handel, nachhaltigen Konsum und globale Verantwortung offiziell bestätigt. Bereits am 7. Dezember 2023 war die Schule erstmals mit dem Titel ausgezeichnet worden. Mit der erfolgreichen Rezertifizierung darf sie den Titel nun für weitere zwei Jahre tragen.
Die Auszeichnung würdigt zahlreiche Projekte und Aktivitäten, mit denen sich Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte für bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen von Produzentinnen und Produzenten in Afrika, Asien und Lateinamerika einsetzen. Faire Produkte gehören inzwischen fest zum Schulalltag. So werden unter anderem Fairtrade-Kaffee im Lehrerzimmer und beim Elterncafé, Bananen am Schulkiosk sowie regelmäßig die „Gute Bioschokolade“ angeboten.
Ein wichtiger Bestandteil des Fairtrade-Engagements ist die Schülerfirma T4All. Im vergangenen Jahr entwickelte sie gemeinsam mit einer Schülerin der Q1 ein neues Design für ökologisch und fair produzierte T-Shirts, Hoodies und Jutebeutel. Erstmals werden auch Hoodies ins Sortiment aufgenommen. Die Produkte werden über den nachhaltigen Anbieter crowdmerch vertrieben und wurden zunächst online und zukünftig bei Schulveranstaltungen und in Brühl angeboten.
Neben Erfolgen gibt es auch Herausforderungen. Der Verkauf fair gehandelter Bananen bleibt schwierig, da die Nachfrage geringer ausfällt als erwartet. Um Lebensmittelverschwendung zu vermeiden, sollen überreife Bananen künftig einmal pro Woche von Mitgliedern der Fairtrade-Gruppe zu frischen Bananenshakes verarbeitet und in der Mittagspause angeboten werden.
Fairtrade spielt an der Schule jedoch nicht nur beim Verkauf von Produkten eine Rolle, sondern auch im Unterricht. Themen wie Globalisierung, nachhaltiger Konsum, Menschenrechte, Klimaschutz und faire Produktionsbedingungen werden in zahlreichen Fächern behandelt – von Gesellschaftslehre und Religion über Geographie, Sozialwissenschaften und Philosophie bis hin zu Naturwissenschaften, Hauswirtschaft und Erziehungswissenschaften. So lernen die Schülerinnen und Schüler schon früh, welche Auswirkungen ihr Konsumverhalten auf Menschen weltweit haben kann.
Auch außerhalb des Unterrichts setzt die Schule klare Akzente. Am Tag der offenen Tür, beim Schulfest, auf dem Weihnachtsmarkt oder bei Nikolaus-Aktionen werden regelmäßig faire Produkte angeboten und Informationen über den fairen Handel vermittelt. Darüber hinaus beschäftigen sich internationale Schulpartnerschaften mit dem Thema Nachhaltigkeit. Beim Austausch mit einer Schule im italienischen Casale Monferrato standen bereits Fairtrade und globale Lieferketten im Mittelpunkt. Ein weiteres internationales Projekt ist bereits geplant: Im Schuljahr 2026/27 soll im Rahmen des Austauschs mit einer Partnerschule in Oxford eine Projektwoche zum Thema Fairtrade stattfinden.
Ein besonderer Höhepunkt war zudem ein Workshop zu Fair Fashion und Upcycling, der im Mai 2026 in Kooperation mit dem Verein IGLU durchgeführt wurde. Dabei setzten sich die Teilnehmenden mit den Folgen von Fast Fashion auseinander und entwickelten Ideen für einen nachhaltigeren Umgang mit Kleidung.
Für die kommenden Jahre hat sich die Fairtrade-Gruppe weitere Ziele gesetzt. Geplant sind unter anderem der regelmäßige Ausschank von fairem Kakao und fairem Tee, eine intensivere Zusammenarbeit mit dem Weltladen Brühl sowie Fortbildungen für Nachhaltigkeitsbotschafterinnen und -botschafter.
Mit der erneuten Zertifizierung zeigt die Schule, dass Fairtrade weit mehr ist als ein Projekt. Es ist ein fester Bestandteil des Schullebens geworden – getragen von Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und der gesamten Schulgemeinschaft. Die Auszeichnung bis 2028 ist daher nicht nur eine Anerkennung für das bereits Erreichte, sondern auch ein Ansporn, den fairen Handel weiterhin aktiv zu fördern.
Für die Schulprofilgruppe "Schule der Zukunft/ Nachhaltigkeit"
Astrid Pfeifer
