Kreatives Jeans-Upcycling an unserer Schule
Was machen wir eigentlich mit unserer Kleidung, wenn sie kaputt ist? Eine gute Frage – und die Antwort ist gar nicht so einfach. Seit dem 1. Januar 2025 gilt eine neue EU-weite Regelung: Alttextilien dürfen nicht mehr über den Restmüll entsorgt werden, sondern können bei den Wertstoffhöfen der Städte abgegeben werden. Dort sollen sie möglichst recycelt und weiterverwertet werden. Doch bevor ausgediente Kleidungsstücke in diesen Kreislauf gelangen, gibt es noch viele andere Möglichkeiten, ihnen ein neues Leben zu schenken.
Genau mit diesem Thema beschäftigten sich am 27. Mai 2026 insgesamt 30 Schüler*innen unserer Schule in zwei spannenden Upcycling-Workshops. Teilgenommen haben sowohl Mitglieder der Schülerfirma T4All als auch die Nachhaltigkeitsbotschafter*innen. In jeweils drei Zeitstunden wurde gemeinsam überlegt, wie aus alten Kleidungsstücken etwas Neues und Nützliches entstehen kann.
Im Mittelpunkt stand dabei ein Kleidungsstück, das wohl fast jede und jeder im Kleiderschrank hat: die Jeans. Eine Lieblingsjeans wird mit der Zeit abgetragen, bekommt Löcher oder Risse und lässt sich irgendwann nicht mehr sinnvoll flicken. Doch der robuste Baumwollstoff ist viel zu schade zum Wegwerfen. Deshalb verwandelten die Teilnehmer*innen alte Jeans in kreative und praktische Alltagsgegenstände.
Mit viel Begeisterung und handwerklichem Geschick entstanden kleine Täschchen aus den hinteren Hosentaschen, Federmäppchen sowie Beutel für Flaschen oder Baguettes aus den Hosenbeinen. Anschließend wurden die neuen Produkte mit Bordüren, Schnüren, Spitze und weiteren Verzierungen individuell gestaltet. So wurde jedes Stück zu einem echten Unikat.
Neben dem nachhaltigen Gedanken stand auch das Erlernen neuer Fähigkeiten im Vordergrund. Die Schüler*innen lernten den Umgang mit der Nähmaschine und erfuhren, wie sich mit wenigen Handgriffen aus scheinbar wertlosen Materialien etwas Schönes und Praktisches herstellen lässt.
Besonders erfreulich war, dass sich auch die Jungen ganz selbstverständlich an die Nähmaschinen setzten und mit viel Selbstbewusstsein und Geschick ihre eigenen Beutel nähten. Das zeigte einmal mehr, dass Kreativität, Nachhaltigkeit und handwerkliches Arbeiten keine Frage des Geschlechts sind.
Die beiden Workshops im Freizeitraum unserer Schule waren ein voller Erfolg. Sie haben nicht nur gezeigt, wie einfach Nachhaltigkeit im Alltag umgesetzt werden kann, sondern auch, wie viel Freude es macht, aus alten Dingen etwas Neues zu schaffen. Ganz nach dem Motto: „Aus Alt mach Neu!“
Ein herzlicher Dank gilt Elena und Arianna vom Team IGLU in Köln, die die beiden Workshops mit großem Engagement, Fachwissen und viel Begeisterung durchgeführt haben. Durch ihre kreative und motivierende Art konnten die Schüler*innen wertvolle Einblicke in das Thema Upcycling gewinnen und eigene Ideen erfolgreich umsetzen.
Ebenso bedanken wir uns ganz herzlich beim Förderverein unserer Schule, der die Finanzierung der beiden Workshops ermöglicht hat. Ohne diese Unterstützung wäre dieses besondere Projekt nicht möglich gewesen.
Für die Schulprofilgruppe "Schule der Zukunft/ Nachhaltigkeit"
Astrid Pfeifer